Tasmanien

•Mai 29, 2009 • 2 Kommentare

sitting, waiting, ....

Ein Jahr lang  Australien – das hört sich verdammt lange an.

Die Wahrheit ist, dass in Australien selber die Zeit nur so davonfliegt und ehe man sich versieht, geht es auch schon dem Ende zu.

Mir fällt es wirklich schwer hier „Tschüß“ zu sagen, weil ich mich so in dieses Land verliebt habe.

Natürlich bringt der rote Kontinent auch Negatives mit sich, wie vor allem die weite Distanz zu Familie und Freunden, aber wenn man sich wirklich täglich über die Schönheit und Vielseitigkeit eines Landes freuen kann, weiß man glaube ich, dass man es nicht zu schlecht getroffen hat.

Für mich und Phillip war es noch genau ein Monat, bis es dann entlich/leider schon wieder in die Heimat geht.

Es war also Zeit die letzte große Tour miteinander zu starten – auf nach Tasmanien.

wald

Tasmanien wollten Phillip und ich beide noch gerne sehen, da es eine zum Festland völlig unterschiedliche Landschaft versprach.

rocks

Und so war es dann auch. Man merkt zwar vor allem wegen den Eukalyptusbäumen noch, dass man sich in Australien befindet, doch ist die Natur viel rauer und irgendwie wilder. Dies machte sich insbesondere in den Cradle Mountains bemerkbar. Wir machten eine faszinierende Wander-/Klettertour und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht auf die umliegenden Bergketten im Sonnenuntergang belohnt (oberstes Bild).

moos

Die nächsten Tage fuhren wir die Ostküste auf und wieder ab, um schneeweiße Strände und steil in den Ozean abfallende Klippen zu bestaunen.

weisser sand

Desweiteren besichtigten wir Port Arthur, eine Gefängnisruine, die einem die australische Einwanderungsgeschichte  besser verstehen ließ.

jail

Für eine Nacht blieben wir im schönen Hobart, um Stadt und Umgebung zu besichtigen.

Hobart

Am Ende der Tour krakselten wir noch durch eine riesige Höhle und testeten anschließend einen Paragleiter – der Wahsinn!

cave

Die Tour war mal wieder ein absoluter Erfolg, da das Wetter ein weiteres Mal voll auf unserer Seite war.

Wichtigster Entschluß wurde dann auf dem Rückflug gefasst: weder Tassie noch Australien haben uns das letzte Mal gesehen.

fly

Familienbesuch

•Mai 5, 2009 • 4 Kommentare

die Beiden

Seit langer Zeit habe ich hier keinen „richtigen“ Artikel mehr veroeffentlicht und will mich bei all denen, die diese Seite trotzdem immernoch aufmerksam verfolgen, fuer die lange Wartepause entschuldigen. Nachdem Phillip und ich aus Neuseeland wieder eingeflogen waren, stand durch die grausamen Buschfeuer hier alles auf dem Kopf. Fuenfmal sind wir evakuiert und ueber Wochen gab es nicht wirklich ein anderes Thema, das uns interessierte.

sonnenuntergang

Nun gibt es aber mal wieder einen Grund zu schreiben, denn ueber die Fruehlingsferien habe ich Besuch von Arnulf und Bettina, meinem Vater und seiner Frau, bekommen. Die Beiden hatten sich fuer einen Monat freigenommen, um mir und den Kaengurus einen Besuch zu erstatten.  Ich hatte es mir sehr merkwuerdig vorgestellt, solch vertraute Gesichter in meinem inzwischen Zweitzuhause wilkommen zu heissen und war mir nicht ganz sicher, ob ich das wirklich wollte. Als ich die Beiden jedoch vom Flughafen abholte, war die Freude ueber den Besuch riesig und dies hielt an, bis wir uns an gleicher Ort und Stelle einen Monat spaeter wieder verabschiedeten.

bettina-und-arnulf

Nach einem 2 woechigen Aufenthalt in der Gegend um Melbourne mit Ausflug zum Great Barrier Reef, Relaxen auf Phillip Island, Kennenlernen meiner Gastfamilie (inzwischen wieder Joe und Ric) und Stadtbummel in der City flogen Bettina und Arnulf nach Darwin.

palme

Eine Woche spaeter trafen wir uns auf den Whitsundays wieder. Ich brachte Katie mit und zu viert segelten wir fuer eine knappe Woche durch paradiesische Insellandschaften, schnorchelten und liessen es uns so richtig gut gehen.

katie-an-der-pinne

Die Zeit verging unglaublich schnell und hat die Vorfreude auf Familie und Freunde zuhause in Deutschland weiter gesteigert.

strand

Kurzmeldung

•März 15, 2009 • Kommentar schreiben

An alle Besorgten, Interessierten und Hinterbliebenen:

Bettina und Arnulf sind heil gelandet und haben sich schon gut aklimatisiert.

Gestern gab es Weinverkostung und Touren auf dem Quat und heute Morgen sind die Beiden in Richtung Great Ocean Road gestartet. Was sie dort erleben werden ist zwei Artikel zuvor nachzulesen.

 Eine weitere sehr erfreuliche Nachricht ist, dass alle Feuer geloescht sind und durch den Regen der letzten Woche keinerlei Gefahr mehr fuer das Gebiet hier besteht.

Liebe Gruesse an alle die fleissigen Leser

Hauke

Neuseeland – die Südinsel

•März 4, 2009 • 5 Kommentare

pancakes

Vor anderthalb Jahren habe ich mich dafür entschieden, mein Jahr Zivildienst etwas anders zu gestallten und den roten Kontinent Australien für dieses Jahr als mein Zuhause auszuerkoren. Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass „Down Under“ für mich nicht nur eine Bleibe auf Zeit, sondern viel eher ein Zweitheim geworden ist.

spiegelung

gegenlicht

Trotz dieser Erkenntnis entschieden Phillip und ich uns, auch Neuseeland die Chance zu geben uns mit dem Charme, das es verspricht, zu überzeugen. Durch viele Bekannte hier hatten wir die Empfehlung bekommen, sich, in den zwei uns zur Verfügung stehenden Wochen, auf die Südinsel zu beschrenken. Die Natur sollte hier wohl noch abwechslungsreicher, verblüffender und schöner sein. Bevor diese Tour starten sollte, bekam ich es durch meine allerbeste Mutter ermöglicht, mir eine Sony a200 Spiegelreflex-Kamera zuzulegen, um euch hier noch bessere Bilder präsentieren zu können…. Tausend Dank!

salto

Am 31. Januar landeten wir in Christchurch im Osten der Südinsel und mieteten uns direkt am Flughafen einen kleinen, neuen Daihatsu, doch diesmal von einer seriösen Firma, denn man lernt ja dazu;)

Wir fuhren nach einer kurzen Besichtigung, der nach unserer Meinung nicht sehr sehenswerten City, ca. eine Stunde südlich und fanden einen perfekten Campingspot mit Blick aus dem Zelt auf eine Flussschlucht mit weißen Kieseln – perfekt für den Start in unsere Ferien.

waterfal

In den ersten 5 Tagen standen Seen- und Berglandschaften auf dem Plan und von Gebirgen, die den Alpen stark Konkurenz machen, über weite Grasebenen, wie man sie nur aus dem „Herr der Ringe“ kennt, bis zu durch die weißen Kiesel hellblau leuchtende Seen war wirklich alles dabei.

Tunaflowers

Der Höhepunkt dieses Abschnittes waren die Milford Sounds, eine wunderschöne Fjordlandschaft, die uns aber insbesondere durch ihre frechen Bewohner begeisterte. Überall flogen Keas umher die einfach alles auf die Probe stellen mussten und vorallem Autos geradezu wieder in ihre Einzelteile zerlegten.

Kea

Frühstück

Nach einiger Zeit waren wir heil froh, wieder Strand und Palmen gegen Berge und Seen eintauschen zu dürfen und schon der erste Tag an der Westküste sollte der beste unserer Reis werden:

Nachdem wir in einem kleinen Fischerdorf zu Mittag gegessen hatten und den Fischern zugucken durften, wie sie frisch gefangenen Tunfisch an Land brachten, bekamen wir den Tipp, Pinguine an einem entlegenen Strand sehen zu können. Leider fanden wir nur einen wunderschönen, kilometerlangen, weißen Sandstrand ohne Pinguine vor. Als wir mit guter Laune aber ein wenig enttäuscht zu unserer Karre zurücklatschten, sah ich plötzlich eine Gruppe von Hectordelfinen im Wasser. Es dauerte nicht lange bis Phillip und ich mit ihnen zusammen schwommen. Diese verspielten Kameraden ließen uns bis zu 2-3 Meter an sich heran und hatten anscheind Spaß daran, um uns herumzuschwimmen und die Wellen herunter zu surfen.

Abends bekamen wir noch einen stattlichen Fisch von Anglern geschenkt und ließen mit ihm als Dinner diesen fantastischen Tag enden.

Hafen

Die Westküste hatte desweiteren noch riesen Gletscher, wahnsinns Felsformationen und tolle Strände zu bieten, wobei wir teilweise morgens in Winterjacke auf dem Gletscher krakselten und abends in Boardshorts am Strand chillten….

Glätscher

Doch egal wie auch unser Tag aussah, er begann immer mit einem Frühstück der ganz besonderen Art: Moccachino + Cigarette und wurde vom neuen Album der Toten Hosen unterlegt, da dies die einzige Musik war, die wir dabei hatten.

Der Norden der Südinsel war ein weiteres Highlight der Tour. Am Cape Farewell wurden zuerst die Dünen auf die Probe gestellt und anschließend einer der großen Felsen in der Brandung beklettert. Als wir gerade die Aussicht von dort oben aus bewunderten, hörten wir es in einem Busch niesen und fanden letztendlich in all den Büschen um uns herum Babyseehunde, die halb neugierig, halb verpennt hervorguckten.

Delfine

Später entdeckten wir noch weitere von diesen lustigen Genossen in kleinen Pools auf dem Felsen baden.

Die Ostküste konnten wir auf Grund schlechten Wetters leider nicht richtig genießen, was unserer fantastischen Neuseelandtrip aber keinen Abbruch tat.

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Fazit der Tour: Neuseeland ist wunderschön, wir würden es aber nicht gegen Australien tauschen wollen…

Great Ocean Road

•Januar 26, 2009 • 8 Kommentare

Arch

Nach zwei Wochen Arbeit in der Schule, in denen Phillip und ich hoelzerne Schultische gebaut hatten, durften die Ferien weitergehen. Wir beschlossen kurzerhand die Great Ocean Road abzufahren, die von unserem Zuhause aus gerade einmal 2 1/2 Stunden entfernt liegt. Um dieser Tour ein Upgrate zu verpassen, wurde Robin eingeladen, der nicht auf sich warten liess und in 3 Stunden zu uns geflogen kam.   

Waterfal 

Nachdem wir unsere hessische Reisebegleitung, die auch besser als Robson bekannt ist, vom Flughafen abgeholt hatten, suchten wir uns einen im Wald abgelegenen Nationalpark und schlugen unser Zelt auf. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits stockdunkel, was das Vorhaben nicht erleichterte. Erschwerend mussten wir feststellen, dass wir keine Heringe eingepackt hatten und so schliefen wir letztendlich unbefestigt aber tief ein.

Am naechten Tag besuchten wir frueh morgens einen nahe gelegenen Wasserfall und brachen anschliessend auf, um uns unser eigentliches Ziel, den kurvenreichen Weg an den Klippen der australischen Suedkueste entlang, anzugucken.

waterhal 2

 

Aus den Erzaehlungen der Freunde Zuhause hatten wir schon einiges ueber diese Strecke gehoert, unter anderem, dass sie zu den 5 weltweit schoensten Strassen am Meer entlang gehoert und so hatten wir grosse Erwartungen.

Das, was sich uns jedoch bot, sobald wir die serpentinenreiche Strasse, direkt an den Klippen, die schroff in den Southern Ocean abfallen, erreicht hatten, uebertraf all unsere Erwartungen. Hinter jeder Bucht wartete eine weitere, mit Straenden an denen die schoensten Surfwellen anrollten und an denen die mit Regenwald bedeckten Berge anstiegen.

winding road

 

Klippe

Alle viertel Stunde hielten wir an eine der zahlreichen Ausbuchtungen an, die eigentlich bei der schmalen Strasse, zum Ausweichen fuer langsame Fahrzeuge gedacht waren, um die atemberaubende Aussicht zu geniessen.

die Gefaehrten

 

cape otway lighthouse

Wir stiegen den Leuchtturm am Cape Otway empor und genossen Burger mit Blick auf die Surfstraende.   

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Pushbike

 Abends suchten wir uns den naechten Nationalpark. Diesmal war es Johanna Beach, der direkt am Strand gelegen war, sodass wir spaeter noch in unseren Schlafsaecken den Ocean hoeren konnten. Doch zuerst erlebten wir noch den bisher wohl schoensten australischen Sonnenuntergang, wurden danach von einer Dreiergruppe Backpaeckerinnen unterrichtet, dass Friedrichshafen am Bodensee, nicht bei uns Fischkoeppen im Norden liegt und genossen abermals diesen Sternenhimmel, den man nur von der suedlichen Hemisphaere aus betrachten kann.

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sunset johanna beach

 Morgens krochen wir frueh aus dem halb zusammengefallenen Zelt (Heringe immer noch nicht vorhanden) und machten uns auf den Weg zu einem der groessten Wahrzeichen Australiens, den „Twelve Apostels“.

Obwohl von diesen inzwischen nur noch sechs uebrig sind, war es ein lohnenswerter Besuch und schliesslich gab es noch weitere merkwuerdige Felsformationen zu begutachten.

what a view 

rot-blau

Am letzten Abend an der Graet Ocean Road schlugen wir das Zelt an einem abgelegenen See auf. Auch dieser Nationalpark hatte seine Reize. So hingen zahlreiche Koalas in den Eukalyptusbaeumen um uns herum und spazierten dann und wann auch mal vorbei. Diese absolut relaxten, faulen Baeren waren mit ihren komischen Lauten und waghalsigen Kletteraktionen schon eine Atraktion fuer sich.

campen

Koala

Am letzten Tag fuhren wir die Strecke wieder zurueck, deckten uns mit Surfklamotten ein und sahen den Profis bei der Wellenreitkunst zu. Voellig beeindruckt und entspannt cruisten wir nach Melbourne.

chillen

Abends wurde die gelungene Reise mit ein paar Bieren begossen und nachdem wir ausgeschlafen hatten, fuhren wir zu den Australian Open.

Drei, wie wir haben dann natuerlich auch gleich das Glueck, dass Tommy Haas an dem Tag spielte und so genossen wir spannende Tennismatches bei brennender Sonne und 40 Grad im Schatten.

Tommy Haas

Silvester in Sydney

•Januar 10, 2009 • 2 Kommentare

Opera House

Nachdem sich fuer mich durch das Tauchen am Great Barrier Reef schon ein Traum erfuellt hatte, sollte der zweite nicht lange auf sich warten lassen und wir flogen alle (Karolin, Kathi, Robson, Max und ich) nach Sydney, um dort Sylvester zu feiern. Unser deutscher Clan wurde von Phillip, der aus Melbourne mit dem Bus kam und seiner Exklassenkameradin Line vervollstaendigt. Australiens groesste Touristenstadt ist rund um die Welt bekannt dafuer, einmal im Jahr ein Feuerwerksspektakel im Hafen zu schaffen. Der Abend des 31. begann damit, dass wir uns auf einen Huegel ausserhalb des Zentrums mit direktem Blick auf die Skyline niederliessen und mit entsprechender fluessiger Nahrung eine sogenannte solide Grundlage verschafften. Sonnenuntergang und das Feuerwerk um 9 fuer die Kinder gab es als Bonus dazu.

die Jungs

Sydney Skyline

Als es dann almaehlig wirklich dunkel wurde, machten wir uns in ausgelassenster Stimmung auf den Weg an den Hafen. Obwohl dieser absolut ueberfuellt war, schafften wir es uns innerhalb von 10 Minuten einen Weg bis ganz nach vorne zu bahnen. Wir konnten weitere 10 Minuten durchatmen bevor das Feuerwerk keine Wuensche mehr uebrig liess. Es sah wirklich mehr danach aus, als ob die Habourbridge explodieren wuerde, als dass dort Sylvester gefeiert wird – einmalig!

Habour BridgeHB Firework 2

HB Firework

shoppen

Die naesten Tage wurden mit Stadtbesichtigungen, Partys, Strand- und Kinobesuchen verbracht.

Queen Victoria Building

Australiens groesste Stadt zeigte sich mir abermals von ihrer schoensten Seite.

surf crew

Den letzten Tag wittmeten Line, Phillip und ich ganz dem Surfen und fuhren daher von Robin begleitet mit der Faehre an den Manly Beach. Wir liehen uns Boards und Wetsuits und vergnuegten uns zwei Stunden in der Brandung. Fuer mich bisher der beste Surftag, da ich die Wellen eine nach der anderen stehen konnte und nicht wie bei den voherigen Malen nur Wasser schluckte. Abends als wir nach Hause kamen, hoerten wir dann die Schreckensnachricht, dass sich an dem besagten Nachmittag seit 20 Jahren zum ersten Mal wieder ein Haiangriff ereignet hatte und das Ganze direkt eine Bucht neben uns. Zwanzig Menschen wurden dabei wohl verletzt.

surf-1

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Weihnachten unter Palmen

•Januar 10, 2009 • 1 Kommentar

Max and me

Wenn einem Deutschen in Australien Weihnachten vor der Tuer steht, dann kann er mit diesem Besuch genauso wenig anfangen, wie ein Australier mit Schnee. Schon die Vorweihnachtszeit wirkte fuer mich mehr wie eine Geschmacksverirrung einer ganzen Nation. Bei strahelndem Sonnenschein Lametta, Plastiktannenbaeume und Engel in der City zu entdecken, schien eher nach einem schlechten Witz als nach Feiertagsstimmung.

palmenstrand

Nun hatte ich schon eine Vorahnung gehabt, dass es sich so gestalten wuerde und daher beschlossen, das Ganze mit Humor zu nehmen und in die Tropen zu fliegen. Das tolle an diesem Vorhaben: 3 Klassenkameraden aus Rendsburg, darunter Max, der extra aus Deutschland fuer 3 Wochen angeflogen kam, plus Robin, den ich beim Vorbereitungsseminar kennen gelernt hatte, hatten den selben Plan. Am 22.12. trafen wir uns alle in Port Douglas, das ganz im Nord-Osten des Kontinents liegt. 

Kokosnuss

Obwohl wir mitten in der Regenzeit angereist waren, hatten wir paradiesisches Wetter. Die ersten Tage wurden damit verbracht, tagsueber am Strand unter Palmen zu liegen und dabei Kokosmilch mit Mango zu verspeisen (natuerlich selbst gejagt und erlegt).

Da Heiligabend ohne Kerzenlicht, Familie und Tannenbaum ausfallen wuerde, beschlossen wir, stattdessen Tauchen zu gehen.

Dazu muss man sagen, dass Port Douglas direkt am Great Barrier Reef, dem weltweit groessten Korallenriff, liegt. Nach einem kurzen Breefing auf der Bootstour ans Riff, bei dem die Funktion der Ausruestung und die Zeichen unter Wasser erlautert wurden, durften wir in die wohl heissesten Outfits oder wohl eher Wurstpellen schluepfen, die wir je gesehen hatten. Wir mieteten uns noch eine Unterwasserkamera und tauchten anschliessend wortwoertlich in eine Traumwelt ab.

tauchenumziehenschnorcheln

 Die Farbenvielfalt der Fische, Korallen und Muscheln war artemberaubend und wir kamen alle gemeinsam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Fisch 1

Fisch 2

Fisch 3

Napoleon

Die Kroenung kam beim letzten Tauchgang angeschwommen. Der oben abgebildete Napoleon-Lippfisch kam an uns bis auf wenige Centimeter herangeschwommen und liess sich in aller Ruhe ueber die Schuppen streicheln. Diese Tauchgaenge waren defenitiv ein Highlight in meinem vergangenen halben Australienjahr. 

party

Durch die naechtlichen Tropentemperaturen angeheitzt, wurden die Abende von unserer Fuenfer-Clique in den umliegenden Pubs celebriert, wobei ein gewisses Duo den Herrenclub bravoroes repraesentierte. 

Insgesamt war es, ein sehr gelungenes Weihnachten der ganz besonderen Art und Weise.

herrenclub

Wilsons Prom

•Dezember 2, 2008 • 8 Kommentare

Parrot

parrot 2

Das letzte Wochenende war mal wieder der absolute Hammer!

Nach drei Wochen an denen wir auch das Weekendfeeling gegen Arbeit eingetauscht hatten, war der Nationalpark Wilsons Prom genau das richtige fuer uns.

Phillip und ich fuhren am Freitag relativ spontan nach der Arbeit los und kamen nach langen dreieinhalb Stunden Autofahrt an diesem traumhaften Fleckchen Erde an. Joe und Rick hatten fuer uns auf dem Campingplatz schon ein Zelt aufgebaut und so konnten wir nach dem Essen direkt an den Strand.

Es war stockduster als wir ueber den Sand in Richtung Strand liefen. Merkwuerdiger Weise hoerten wir es auf dem Boden unter uns Platschen und Plaetschern, doch vom Himmel kam kein Regen. Als wir auf den Boden leuchteten entdeckten wir Millarden von kleinen, fetten, blauen Krabben, die alle in Richtung Wasser liefen. Mit jedem Schritt toeteten wir wohl zehn von ihnen. Auch auf dem Rueckweg liess sich das nicht vermeiden.

Als wir wieder an der Duenenkette angekommen waren, setzten wir uns zu einer Gruppe Schoolies (=Abiturienten) dazu und verbrachten mit ihnen, einer Gitarre, einer Bongo und viel Bier den Rest der Nacht.

sceeky beach

Als wir aufwachten regnete es wie aus Kuebeln und im Zelt hatte sich ein stolzer Pool gebildet, der gut und gerne mit denen einiger Schwimmanstalten mithalten koennte. Leider sollte es den Tag ueber auch nicht wieder aufhoeren und so schlugen wir unsere Zeit damit tot, die wilde Papageien zu fuettern oder Kaengurus und Wombats nachzustellen.

Roo

Begegnung

Wombat

Am Sonntag klaerte es auf, der Regen stoppte und wir erkundeten den suedlichsten Zipfel des australischen Festlandes zu Fuss. Die weissen Straende, das tuerkiese Wasser, die gruenen Regenwaelder und der graue Fels machten die Landschaft vom National Park zu einem Paradies und wir genossen es mal wieder eine weitere Traumgegend unseres Australiens entdeckt zu haben.

Weisser Sand

Wetten, Sekt und Müll

•November 20, 2008 • 3 Kommentare

gute Sicht

Zum Anfang erstmal eine Entschuldigung dafür, dass so lange nichts neues hier aufgetaucht ist und ich euch mit keinen neuen Geschichten füttern konnte. Es ist nicht so, dass ich nicht genug zu erzählen hätte, aber vieles wird einfach alltäglich und daher kommt die Kamera immer weniger zum Einsatz.

Eine große Ausnahme gab es jedoch:

Am 4. November war in ganz Victoria Ausnahmezustand.

Dieser Dienstag ist offiziell als Feiertag anerkannt und wird auf Grund eines Pferderennens zelebriert. Was in Deutschland wohl kaum möglich wäre, wird hier für eine Selbstverständlichkeit gehalten und ausgiebig gefeiert.

Wir, das heißt Sarah, Phillip und ich, wollten uns das weltgrößte Pferderennen plus dem Drumherum natürlich nicht entgehen lassen und so machten wir uns auf nach Melbourne.
jockeys

Schon auf dem Weg mit der weißen Corolla-Limousine zur Rennbahn gab es einiges zu sehen, denn egal wohin man guckte, die ganze Stadt strömte bis aufs äußerste aufgetakelt zu Bus- und Bahnstationen, um das gleiche Ziel, das auch wir hatten, anzusteuern.

An der Pferderennbahn angekommen, waren wir von dem Anblick der 107.000 rausgeputzten Leute, die allesamt Anzug, Kleid und Hut spazieren führten, beeindruckt und mussten dies zuerst einmal mit einem Sekt begießen. Die Stimmung war eine ganz besondere: Irgendwas zwischen absolut heiter, ausgelassen und förmlich, vornehm.echte Siegertypen

Nachdem wir uns mit Sekt der allgemeinen Heiterkeit angeglichen hatten, ging es mit den ersten Wetten los. Das Motto von Phillip und mir war simpel aber gewinnversprechend (so sahen wir es zumindest). Wir setzten immer auf die Pferde, die den bescheuertsten Namen hatten und so war schnell klar das „Jaqueline“, „Hips don’t Lie“, „Bauer“ und „Marvin“ ganz oben auf unserer Liste standen.

Mit den Tickets bewaffnet ging es dann Anfangs mit der Menge an die Rennbahn und zum späteren Zeitpunkt mit einer elitären Miene und einer Sektflasche in der Hand vorbei am Securitypersonal auf die teuren Sitztribühnen der Highclasssociety.

absolute crowdedin ihrem eigenen Müll

Wir hatten großen Erfolg. Abwechseld gewannen Phillip und ich die Rennen, um anschließend das Gewonnene wieder einzusetzen. Insgesamt war es einfach ein heiden Spaß.

Besonders lustig war auch der Anblick der Leute im feinen Zwirn, die sich nach und nach zwischen ihrem eigenen Müll niederließen und zum Teil bei zu starkem Alkoholgenuss sogar darin schliefen.

Nach den Rennen gab es noch eine U2-Coverband, die dem Ganzen mit „Beautiful Day“ ein gewisses Sahnehäuptchen verlieh. Die letzten Eindrücke des Spektakels gaben uns erneut die Hunderte von Müllsäcken, die ebenso viele Möwen anlockten.

Müll

Surfing

•Oktober 20, 2008 • 6 Kommentare

Jawoll… das war ein Tag, wie ich ihn mir nicht schöner hätte erträumen können!

Am Freitag waren wir direkt nach der Arbeit bei 25 Grad in unser Wochenende gestartet. Wir heißt Phillip, den ich euch nun ja schon vorgestellt habe, Sarah, die die dritte in unserem Freiwilligenverbund an der Schule ist und meine Wenigkeit.

Sarah kommt aus dem schönen Berlin und arbeitet die meiste Zeit an der Schule als Deutschlehrerassistentin, während Phillip und ich das riesige Gelände in Schuß halten.

Nachdem wir auf Phillip Island im Ferienhaus meiner ersten Gastfamilie angekommen waren, beließen wir es an dem Abend bei einer DVD-Nacht, die uns jedoch alle schon beim 2. Film zum einschlafen brachte.

Dass wir uns so früh ins Bett verabschiedet hatten, sollte sich am nächsten Tag jedoch bezahlt machen und so wurden wir von einem tiefblauen Himmel und 30 Grad begrüßt.

Für uns gab es nur eins: Wir schnappten uns ein Surfbrett und ein Bodyboard, die wir auf meine Karre schnallten, rissen das Autoradio mit Jack Johnson auf und cruisten entlang der schroffen Küste über die wunderschöne Insel.

Am Smith´s Beach hielten wir an und genossen zuerst einmal das herrliche Bild von rund 30 Surfern, die auf ihren Boards auf ihre Wellen warteten. Es dauerte nicht lange und wir mussten ihnen einfach gleichtun. Abwechseld paddelten Phillip und ich mit Surf- und Bodyboard auf den kristallklaren Ozean hinaus. Es war so berauschend, die Welle sich hinter einem brechen zu hören und einen Bruchteil einer Sekunde später zu spühren, wie sie einen in sie hinein zieht, dort gegenan zu paddlen, um dann von ihr erfasst und nach vorne katapultiert zu werden.

Wie schon gesagt, es war ein Tag, wie man ihn sich nicht schöner hätte erträumen können und für uns sicherlich nicht das letzte Mal auf dem Brett am Smith´s Beach.